§34a Sachkundeprüfung 2026: Neue Prüfungsfragen zum Cannabisgesetz meistern
Kurz & knapp: Das neue Cannabisgesetz (CanG) ändert die §34a Sachkundeprüfung 2026. Du musst genau wissen, wo der Konsum erlaubt ist und wann das Hausrecht greift. Besonders in den Fächern BGB, Gewerberecht und Umgang mit Menschen warten neue Fragestellungen auf dich.
Am 1. April 2024 wurde das Konsumcannabisgesetz eingeführt. Für Sicherheitsmitarbeiter gelten alte Gewissheiten seitdem nicht mehr. Wer 2026 in die Sachkundeprüfung geht, braucht aktuelles Wissen. Früher war der Fall bei Cannabis klar: Es handelte sich um einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Heute erfordert die Rechtslage mehr Differenzierung. Die IHK-Prüfungsfragen spiegeln diese neue Realität wider. Du musst als angehende Sicherheitskraft genau wissen, wo deine Befugnisse enden.
Was ist das Cannabisgesetz im Sicherheitsgewerbe? 🌿
Das Konsumcannabisgesetz (KCanG) regelt den legalen Umgang mit Cannabis. Für Erwachsene ist der Besitz bestimmter Mengen nun straffrei. In der Sachkundeprüfung geht es aber nicht um Anbauvereine. Es geht um den Konsum im öffentlichen und privaten Raum.
Als Sicherheitsmitarbeiter bist du keine Polizei. Du kontrollierst keine Freimengen auf der Straße. Deine Aufgabe ist der Schutz von Objekten, Veranstaltungen und Personen. Das neue Gesetz zwingt dich, zwischen Straftat, Ordnungswidrigkeit und Hausrecht zu unterscheiden.
Wann wird aus dem legalen Konsumenten ein Fall für die Polizei? Genau diese Grenze testet die IHK in der Prüfung. Ein Gast mit 20 Gramm Cannabis in der Tasche begeht keine Straftat mehr. Du darfst ihn also nicht nach § 127 StPO vorläufig festnehmen. Tust du es in der Prüfungsbogen-Simulation doch, kassierst du Minuspunkte wegen Freiheitsberaubung.
Wie funktioniert das Hausrecht in der Praxis? 🏛️
Das Hausrecht schlägt die Teillegalisierung. Dieser Grundsatz ist elementar für die Prüfung. Nach § 903 BGB entscheidet der Eigentümer, was auf seinem Grundstück passiert. Er kann den Konsum und das Mitführen von Cannabis verbieten.
Wenn ein Veranstalter eine drogenfreie Zone will, setzt du das durch. Der Gast kann sich nicht auf das neue Gesetz berufen. Sein Recht auf legalen Besitz endet an der Tür des Clubs oder Einkaufszentrums.
Das Hausrecht erlaubt dir, Personen den Zutritt zu verweigern oder sie des Platzes zu verweisen, wenn sie gegen die Hausordnung verstoßen.
Wer das Hausrecht durchsetzt, braucht eine saubere rechtliche Grundlage. In der App kannst du dir gezielt die kategorisierten Prüfungsfragen zum BGB vornehmen. So trennst du beim Lernen schnell zwischen öffentlichem Recht und privaten Vorgaben. Weigert sich eine Person zu gehen, greift § 123 StGB. Dann liegt ein Hausfriedensbruch vor. Erst in diesem Moment rufst du die Polizei.
Worauf achten beim Jugendschutz? 🛑
Der Schutz von Minderjährigen ist ein zentrales Thema der Sachkundeprüfung. Das neue Gesetz verbietet die Weitergabe von Cannabis an Personen unter 18 Jahren strikt. Auch der Konsum in deren unmittelbarer Gegenwart ist untersagt.
Für den Objektschutz und Streifendienste sind die Abstandsregeln wichtig. Der öffentliche Konsum ist in bestimmten Zonen verboten. Darauf musst du bei Patrouillen achten. Zu diesen Verbotszonen gehören:
- Schulen und deren Sichtweite (100 Meter um den Eingang)
- Kinder- und Jugendeinrichtungen
- Kinderspielplätze
- Öffentliche Sportstätten
- Fußgängerzonen zwischen 7 und 20 Uhr
Wenn du als City-Streife in einer Fußgängerzone arbeitest, musst du diese Zeiten kennen. Konsumiert jemand um 15 Uhr direkt vor einem Spielplatz, ist das eine Ordnungswidrigkeit. Du sprichst die Person an und verweist auf die Rechtslage. Bei Uneinsichtigkeit informierst du das Ordnungsamt oder die Polizei. Du wendest hier keine Gewalt an.
Typische Fallen in den neuen Prüfungsfragen 📋
Die IHK baut gerne rechtliche Fallen in die Multiple-Choice-Fragen ein. Viele Prüflinge fallen durch, weil sie nach alten Mustern antworten. Du musst alte Reflexe ablegen.
In der Prüfung wird oft eine Situation geschildert, in der du eingreifen sollst. Hier musst du den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wahren. Die folgende Tabelle zeigt dir, wie sich die richtigen Antworten verändert haben.
| Situation in der Prüfung | Falsche Antwort (Alt) | Richtige Antwort (Neu) |
|---|---|---|
| Gast raucht Joint im Clubhof | Polizei rufen wegen BtMG | Auf Hausordnung verweisen, Konsum unterbinden |
| 20g bei Taschenkontrolle gefunden | Vorläufige Festnahme (§ 127 StPO) | Zutritt verweigern, falls Hausordnung es verbietet |
| Konsum neben einem Spielplatz | Waffe ziehen oder Gewalt anwenden | Person ansprechen, ggf. Ordnungsamt informieren |
| Gast weigert sich trotz Verbot zu gehen | Joint gewaltsam entreißen | Hausverbot erteilen, bei Weigerung Polizei (Hausfriedensbruch) |
Lies die Fragen genau. Steht in der Fallbeschreibung, dass die Hausordnung Cannabis verbietet? Dann handelst du nach BGB. Fehlt dieser Hinweis und die Person befindet sich auf öffentlichem Grund, hast du meist keine Handhabe.
Umgang mit Menschen und Deeskalation
Das Fach "Umgang mit Menschen" macht einen großen Teil der Prüfung aus. Hier geht es um Psychologie und Kommunikation. Cannabis wirkt anders als Alkohol. Betrunkene neigen oft zu Aggressionen und lauten Ausbrüchen. Cannabis-Konsumenten reagieren eher verzögert oder lethargisch.
In der mündlichen Prüfung wird oft gefragt, wie du eine bestimmte Personengruppe ansprichst. Bei Konsumenten bleibst du ruhig und sachlich. Vermeide schnelle, bedrohliche Bewegungen. Erkläre klar und deutlich, warum die Person den Ort verlassen muss.
Nutze kurze Sätze. Diskutiere nicht über die Sinnhaftigkeit des neuen Gesetzes. Deine Aufgabe ist die Durchsetzung der Hausordnung, nicht die politische Debatte. Wenn du diese professionelle Distanz in der Prüfung zeigst, sammelst du wichtige Punkte bei den Prüfern.
Häufige Fragen
Was passiert wenn ein Gast mit 30 Gramm Cannabis in den Club will?
Er darf den Club nicht betreten, wenn die Hausordnung Cannabis verbietet. Strafrechtlich sind 30 Gramm im öffentlichen Raum zwar eine Ordnungswidrigkeit, aber keine Straftat. Du verweigerst einfach den Zutritt und setzt das private Hausrecht durch.
Muss ich die genauen Abstandsregeln zu Schulen auswendig lernen?
Ja, die Sichtweitenregelung von 100 Metern ist prüfungsrelevant. Du musst wissen, wo der Konsum im öffentlichen Raum verboten ist. Das betrifft besonders Fragen zum Objektschutz und zu City-Streifen.
Stimmt es dass Cannabis jetzt im Jugendschutzgesetz steht?
Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die Schutzvorschriften für Minderjährige stehen direkt im neuen Konsumcannabisgesetz (KCanG). Das Jugendschutzgesetz regelt weiterhin primär Alkohol, Tabak und Medien.
Reicht es wenn ich bei Kiffern auf dem Firmengelände einfach die Polizei rufe?
Nein, das ist rechtlich unsauber. Zuerst forderst du die Person auf, den Konsum einzustellen oder das Gelände zu verlassen. Erst wenn sie sich weigert, rufst du wegen Hausfriedensbruch die Polizei dazu.
Wie viele Fragen kommen zur neuen Rechtslage dran?
Es gibt keine feste Anzahl nur für dieses eine Gesetz. Das Thema fließt in Fragen zum BGB, Strafrecht und Umgang mit Menschen ein. Rechne mit zwei bis drei direkten oder indirekten Fragen in der schriftlichen Prüfung.
Bereite dich gezielt auf die aktuellen rechtlichen Anforderungen vor und trainiere dein Wissen unter https://sachkundepruefung34a.de.



