Originale Prüfungsfragen der Sachkundeprüfung §34a – mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen, sortiert nach Themengebieten. Alle 103 Fragen kannst du kostenlos online üben.
Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Straf- und Strafverfahrensrecht vor.
Erklärung: Strafmündig ist man in Deutschland grundsätzlich erst ab Vollendung des 14. Lebensjahres. Vor 14 Jahren gilt ein Kind als strafunmündig und kann nicht nach dem Strafrecht bestraft werden.

Erklärung: Beihilfe bedeutet, dass jemand eine vorsätzliche Straftat eines anderen bewusst unterstützt, zum Beispiel durch Rat, Tat oder Mittel. Wichtig ist: Hilfeleisten zu einer fremden, vorsätzlichen und rechtswidrigen Tat.

Erklärung: § 239 StGB schützt die Möglichkeit, sich frei zu bewegen. Es geht also um die Fortbewegungsfreiheit, also die persönliche Freiheit, den Ort zu wechseln.

Erklärung: Putativnotwehr liegt vor, wenn jemand nur glaubt, sich in einer Notwehrlage zu befinden, tatsächlich aber keine echte Notwehrsituation besteht. Es ist also ein Irrtum über das Vorliegen einer Notwehrlage.

Erklärung: Üble Nachrede bedeutet, dass man über jemanden angebliche Tatsachen behauptet oder verbreitet, die nicht nachweisbar wahr sind und seinen Ruf schädigen. Entscheidend ist also: nicht erweislich wahr und rufschädigend.

Erklärung: Rechtswidrig ist eine Handlung, wenn sie den Tatbestand eines Strafgesetzes erfüllt und es keinen Rechtfertigungsgrund gibt (z. B. Notwehr). Also: Verbotene Tat + kein erlaubender Grund = rechtswidrig.

Erklärung: „Gefahr im Verzug“ heißt, dass man nicht auf eine richterliche oder behördliche Entscheidung warten kann, weil sonst die Festnahme scheitern oder der Zweck der Maßnahme vereitelt würde. Dann darf ausnahmsweise sofort gehandelt werden.

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Bürgerliches Gesetzbuch vor.
Erklärung: Im BGB begegnen sich die Parteien rechtlich auf Augenhöhe: Es gilt das Prinzip der Gleichordnung, man spricht von Privatautonomie. Niemand ist dem anderen von vornherein über- oder untergeordnet.

Erklärung: Im BGB ist der Eigentümer die Person, der eine Sache rechtlich gehört und die rechtlich frei darüber bestimmen darf (z. B. verkaufen, verschenken, zerstören). Besitz (tatsächliche Gewalt) und Eigentum (rechtliche Zuordnung) sind zu unterscheiden.

Erklärung: Besitz nach § 854 BGB bedeutet, dass jemand die tatsächliche Gewalt über eine Sache ausübt, also sie faktisch in seiner Hand oder unter seiner Kontrolle hat. Es geht nicht um Eigentum oder Rechte, sondern nur darum, wer die Sache tatsächlich beherrscht.

Erklärung: Nach dem BGB ist man erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres voll geschäftsfähig. Vorher ist man nur beschränkt oder gar nicht geschäftsfähig.

Erklärung: Deliktsfähigkeit bedeutet, dass jemand für einen Schaden rechtlich verantwortlich gemacht werden kann. Kinder sind nach § 828 Abs. 1 BGB bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres deliktsunfähig, ab dem 7. Geburtstag beginnt also grundsätzlich ihre Deliktsfähigkeit.

Erklärung: Verbotene Eigenmacht liegt vor, wenn jemand einem anderen den Besitz entzieht oder ihn darin stört, ohne dessen Willen und ohne gesetzliche Erlaubnis. Entscheidend sind also Besitzentziehung oder -störung gegen den Willen des Besitzers und ohne rechtliche Grundlage.

Erklärung: Der Ladendetektiv darf die Ware im Rahmen der sogenannten Besitzkehr zurückholen, wenn er den Dieb auf frischer Tat betroffen oder unmittelbar verfolgt. Er braucht dafür nicht auf die Polizei zu warten, solange er verhältnismäßig vorgeht.

Erklärung: Notwehr nach § 227 BGB ist nur erlaubt, wenn gerade jetzt ein rechtswidriger Angriff auf ein geschütztes Rechtsgut (z. B. Körper, Eigentum) stattfindet. Weder vergangene Angriffe noch bloße Gefahrenlagen oder Rache sind Notwehr.

Erklärung: Nothilfe ist wie Notwehr, nur für eine andere Person: Man darf einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff abwehren, der sich gegen jemand anderen richtet.

Erklärung: § 228 BGB erlaubt es, auf eine fremde Sache einzuwirken, wenn gerade von dieser Sache selbst eine Gefahr ausgeht, um Schaden abzuwenden. Merke: Defensiver Notstand = Eingriff in die gefährliche Sache.

Erklärung: Beim defensiven Notstand darfst du eine fremde Sache nur beschädigen, wenn der dadurch entstehende Schaden nicht größer ist als die Gefahr, die du damit abwendest. Es muss also ein angemessenes Verhältnis zwischen Schaden und abgewendeter Gefahr bestehen.

Erklärung: Hier geht die Gefahr von der „Sache“ Hund aus, nicht von einem Menschen. Deshalb ist die Beschädigung des Hundes zur Abwehr der Gefahr nach § 228 BGB (defensiver Notstand) gerechtfertigt.

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Unfallverhütungsvorschriften vor.
Erklärung: Die UVV sollen Beschäftigte schützen, indem sie Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und gesundheitliche Gefahren am Arbeitsplatz verhindern. Es geht also immer um Sicherheit und Gesundheit, nicht um Gewinnmaximierung oder Haftungsverschiebung.

Erklärung: Unfallverhütungsvorschriften gelten immer für beide Seiten: Der Unternehmer muss sie umsetzen und die versicherten Mitarbeiter müssen sie einhalten.

Erklärung: Unfallverhütungsvorschriften sind verbindlich, keine bloßen Empfehlungen. Bei Verstößen drohen Bußgelder für Unternehmer und Versicherte sowie arbeitsrechtliche Konsequenzen wie Abmahnung oder Kündigung.

Erklärung: Ein Sicherheitsbeauftragter ist erst ab 20 Beschäftigten vorgeschrieben. Merke: Grenze für den Sicherheitsbeauftragten = 20 Personen im Betrieb.

Erklärung: Nach DGUV Vorschrift 23 muss der Unternehmer eine schriftliche Dienstanweisung erstellen, in der das sicherheitsgerechte Verhalten genau festgelegt ist. Sie ist nicht nur für spezielle Bereiche wie Geld- und Werttransport vorgeschrieben, sondern gilt allgemein für den Sicherheitsdienst.

Erklärung: Im Sicherheitsdienst gilt nach DGUV Vorschrift 23 ein striktes Alkoholverbot: Weder während der Arbeit noch in einem angemessenen Zeitraum vor Dienstbeginn dürfen Alkohol oder andere berauschende Mittel konsumiert werden.

Erklärung: Die DGUV Vorschrift 23 verlangt kein bestimmtes Modell wie S3-Schuhe, sondern dass das Schuhwerk den Fuß sicher umschließt, eine rutschhemmende Sohle hat und flach ist. Entscheidend sind also sicherer Halt und Rutschfestigkeit, nicht Farbe oder Marke.

Erklärung: Jedes Objekt ist anders, deshalb muss die spezielle Einweisung immer vor der ersten Aufnahme der Tätigkeit im jeweiligen Objekt erfolgen, nicht erst später oder nur auf Wunsch des Auftraggebers.

Erklärung: Nach DGUV Vorschrift 23 sind im Wachdienst Waffen verboten, die wie echte Schusswaffen wirken und eine besondere Gefährdung darstellen. Dazu zählen ausdrücklich Schreckschusswaffen, auch wenn sie „nur“ Reiz- oder Knallmunition verschießen.

Erklärung: Bei Dunkelheit müssen Sicherheitsmitarbeiter ihre Umgebung gut sehen können. Dafür ist eine einfache, aber leistungsfähige Handleuchte (Taschenlampe) vorgeschrieben – keine speziellen Nachtzielgeräte oder Waffen.

Erklärung: Bei besonders gefährlichen Sicherungstätigkeiten wird zur eigenen Sicherheit und besseren Kontrolle immer in einer Doppelstreife gearbeitet. Zwei Sicherheitskräfte können sich gegenseitig schützen, unterstützen und Situationen besser einschätzen.

Erklärung: Für Arbeitsunfälle im Bewachungsgewerbe ist nicht die Krankenkasse zuständig, sondern die gesetzliche Unfallversicherung über die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG). Die VBG ist die spezielle Berufsgenossenschaft für Wach- und Sicherheitsunternehmen.

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Umgang mit Menschen vor.
Erklärung: Die Sachebene beschreibt nur den Inhalt der Nachricht: Hier werden reine Fakten, Daten und Informationen übermittelt – ohne Gefühle oder Aufforderungen.

Erklärung: Aktives Zuhören bedeutet, dem Gesprächspartner aufmerksam zuzuhören und dies durch Nicken, Blickkontakt und gezieltes Nachfragen zu zeigen. So fühlt sich der andere ernst genommen und Missverständnisse werden vermieden.

Erklärung: Eine Ich-Botschaft beschreibt das eigene Gefühl oder Bedürfnis („Ich fühle mich…“), ohne dem anderen Vorwürfe zu machen. So wird der andere weniger angegriffen und Konflikte können ruhiger geklärt werden.

Erklärung: Die Intimzone ist der allernächste Bereich direkt am Körper, etwa von 0 bis ca. 50 cm Abstand. In diesen Bereich dürfen normalerweise nur sehr vertraute Personen eindringen.

Erklärung: Aggression zeigt sich oft durch körperliche Anspannung: geballte Fäuste, angespannte Kiefermuskulatur und ein insgesamt verkrampfter Körper sind typische Warnsignale.

Erklärung: In der Maslow-Pyramide stehen ganz unten die körperlichen Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlaf und Atmung. Erst wenn diese physiologischen Bedürfnisse erfüllt sind, folgen Sicherheit, soziale Bedürfnisse und Selbstverwirklichung.

Erklärung: Selektive Wahrnehmung bedeutet, dass wir aus der Fülle von Eindrücken nur einige bewusst wahrnehmen und andere automatisch ausblenden. Unser Gehirn filtert also Reize, statt alles gleichzeitig aufzunehmen.

Erklärung: Professionelles Verhalten heißt: Beleidigungen nicht persönlich nehmen, ruhig bleiben und sachlich weiterarbeiten. Nur so deeskalierst du die Situation und erfüllst deine Vorbildfunktion als Sicherheitsmitarbeiter.

Erklärung: Ein Vorurteil ist eine Meinung über Menschen oder Gruppen, die nicht auf überprüften Fakten beruht, sondern meist auf Gefühlen, Hörensagen oder Klischees. Es wird selten kritisch hinterfragt und kann zu ungerechter Behandlung führen.

Erklärung: Der erste Eindruck hilft dir, eine Person oder Situation sehr schnell grob einzuschätzen. Er ist nicht rechtlich bindend, aber wichtig zur Orientierung und für dein weiteres Verhalten.

Erklärung: Deeskalation bedeutet, Spannungen zu verringern und einen Konflikt ruhiger und friedlicher zu machen, statt ihn anzuheizen. Ziel ist es, die Situation zu entschärfen und eine gewaltfreie Lösung zu erreichen.

Erklärung: Offene Fragen beginnen meist mit W-Wörtern (wer, wie, was, warum) und lassen dem Gesprächspartner Raum für ausführliche Antworten, statt nur mit Ja oder Nein zu antworten.

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vor.
Erklärung: Das Gewaltmonopol liegt in Deutschland grundsätzlich beim Staat, das heißt nur staatliche Organe (z. B. Polizei) dürfen rechtmäßig Gewalt anwenden. Private Sicherheitsdienste handeln nur im Rahmen der Gesetze und haben kein eigenes Gewaltmonopol.

Erklärung: Verhältnismäßigkeit bedeutet, dass eine staatliche Maßnahme nur dann zulässig ist, wenn sie geeignet, erforderlich (kein milderes, gleich wirksames Mittel) und angemessen im Verhältnis zum Zweck ist.

Erklärung: Die Staatsgewalt wird nach dem Prinzip der Gewaltenteilung in drei Bereiche aufgeteilt: Gesetzgebung (Legislative), Ausführung der Gesetze (Exekutive) und Rechtsprechung (Judikative).

Erklärung: Im Öffentlichen Recht tritt der Staat dem Bürger übergeordnet gegenüber (Hoheitsgewalt), im Privatrecht begegnen sich die Beteiligten rechtlich auf gleicher Augenhöhe.

Erklärung: Bei einer Public Private Partnership arbeiten staatliche Stellen und private Sicherheitsunternehmen zusammen, um bestimmte öffentliche Sicherheitsaufgaben gemeinsam zu erfüllen. Es geht um Kooperation, nicht um die Ablösung oder Privatisierung der Polizei.

Erklärung: Private Sicherheitsmitarbeiter haben keine besonderen Staatsgewalt-Befugnisse wie die Polizei, sondern nur die allgemeinen „Jedermannsrechte“ (z. B. vorläufige Festnahme nach § 127 StPO) und vertraglich oder durch Auftrag übertragene Hausrechte.

Erklärung: Artikel 1 GG stellt klar: Die Würde des Menschen ist unantastbar und muss von allen staatlichen Stellen geachtet und geschützt werden.

Erklärung: Grundrechte können nur eingeschränkt werden, wenn ein Gesetz dies ausdrücklich erlaubt oder auf Grundlage eines solchen Gesetzes gehandelt wird. Eine bloße Zustimmung des Betroffenen oder ein Notstand allein reichen dafür nicht aus.

Erklärung: Das Legalitätsprinzip bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft bei einem Anfangsverdacht auf eine Straftat tätig werden muss und nicht frei entscheiden darf, ob sie ermittelt oder nicht.

Erklärung: Artikel 13 GG schützt die Unverletzlichkeit der Wohnung, also dass der Staat deine Wohnung nicht ohne besonderen gesetzlichen Grund betreten oder durchsuchen darf.

Erklärung: Die Jedermann-Festnahme nach § 127 Abs. 1 StPO ist ein Rechtfertigungsgrund: Jeder Bürger darf eine Person festhalten, wenn sie auf frischer Tat betroffen oder verfolgt wird und Fluchtgefahr besteht.

Erklärung: Beim Opportunitätsprinzip entscheidet die Behörde nach Ermessen, ob sie eine Ordnungswidrigkeit verfolgt oder nicht. Es besteht also keine Pflicht, jeden Verstoß zwingend zu ahnden.

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Datenschutzrecht vor.
Erklärung: Datenschutz in Deutschland beruht auf dem vom Bundesverfassungsgericht entwickelten Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Es bedeutet, dass jeder selbst entscheiden darf, wer was über ihn weiß und wie seine Daten verwendet werden.

Erklärung: Seit Mai 2018 gilt in der gesamten EU ein einheitliches Datenschutzrecht: die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Sie ist eine EU-Verordnung und wirkt unmittelbar in allen Mitgliedstaaten, im Gegensatz zum nationalen BDSG.

Erklärung: Personenbezogene Daten sind alle Infos, mit denen man eine Person direkt oder indirekt erkennen kann (z. B. Name, Adresse, Kennnummer). Entscheidend ist: bezieht sich die Information auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person.

Erklärung: Das heimliche oder private Aufzeichnen und Veröffentlichen von Personen im Dienst verletzt den Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht. So etwas ist unzulässig und kann sowohl arbeitsrechtliche (Abmahnung/Kündigung) als auch strafrechtliche Folgen haben.

Erklärung: Zweckbindung bedeutet: Personenbezogene Daten dürfen nur für einen vorher genau festgelegten und rechtmäßigen Zweck erhoben und genutzt werden – nicht einfach später für andere Zwecke.

Erklärung: Nach dem BDSG muss ein Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten benennen, wenn mindestens 20 Mitarbeiter ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Merke dir: Schwelle für den Datenschutzbeauftragten = 20 Mitarbeiter.

Erklärung: Ein Kaufhausdetektiv darf die Personalien eines beobachteten Ladendiebs aufnehmen, weil er ein berechtigtes Interesse hat, z. B. für Schadensersatzforderungen oder ein Hausverbot. Es handelt sich dabei nicht um eine hoheitliche Aufgabe, sondern um die Sicherung zivilrechtlicher Ansprüche.

Erklärung: Profiling bedeutet, dass aus vielen automatisch gesammelten Daten ein Bewegungs- oder Verhaltensprofil einer Person erstellt wird. Es geht also um computergestützte Analyse von Verhalten, nicht um manuelle Kontrollen oder Schreibarbeiten.

Erklärung: Auftragsverarbeitung liegt vor, wenn ein externer Dienstleister im Auftrag und nach Weisung eines Verantwortlichen personenbezogene Daten verarbeitet, zum Beispiel ein Aktenvernichter oder Cloud-Anbieter. Es geht also nicht um eigene Zwecke, sondern um die weisungsgebundene Datenverarbeitung für den Auftraggeber.

Erklärung: Die DSGVO sieht bei Verstößen hohe Geldstrafen vor: bis zu 20 Mio. Euro oder bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens.

Erklärung: Bei Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume muss klar und gut sichtbar darauf hingewiesen werden, wer überwacht und zu welchem Zweck. Dies erfolgt durch ein Hinweisschild bzw. Piktogramm mit Angaben zum Verantwortlichen und zum Zweck der Datenverarbeitung.

Erklärung: Videoaufzeichnungen dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es wirklich nötig ist. Als grober Richtwert gelten 48–72 Stunden, länger nur, wenn die Aufnahmen z. B. als Beweis gebraucht werden.

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Sicherheitstechnik vor.
Erklärung: Mechanische Sicherheitstechnik wie Gitter und verstärkte Türen soll einen Einbruch vor allem zeitlich verzögern. Die verlängerte Widerstandszeit erhöht die Chance, dass der Täter aufgibt oder entdeckt wird.

Erklärung: Ein vollständiges Sicherheitskonzept beruht immer auf drei Säulen: mechanische Sicherungen (z. B. Schlösser), elektronische Technik (z. B. Alarmanlagen) und klare Regeln sowie geschultes Personal (Organisation/Personal).

Erklärung: Die Widerstandszeit beschreibt, wie lange eine mechanische Sicherung (z. B. Tür, Fenster, Schloss) einem Einbruchsversuch standhalten kann, bevor sie überwunden wird.

Erklärung: Perimeterschutz bedeutet, die äußere Grenze eines Objekts zu sichern, also z. B. Zäune, Mauern oder das Freigelände. Es geht nicht um Innenräume, IT-Systeme oder spezielle Bereiche wie Tresorräume.

Erklärung: Verbundsicherheitsglas (VSG) besteht aus zwei oder mehr Glasscheiben mit Folie dazwischen, sodass es bei Beschädigung zusammenhält und nicht sofort zerfällt. Deshalb wird es für Durchbruchschutz, z. B. bei Juwelieren, verwendet.

Erklärung: Zwangsläufigkeit bedeutet: Die Alarmanlage lässt sich nur scharf schalten, wenn alle überwachten Fenster und Türen korrekt geschlossen sind. So wird verhindert, dass beim Scharfschalten noch ein Zugang offen ist.

Erklärung: Merke: Die Einbruchmeldeanlage (EMA) reagiert automatisch auf Sensoren (z. B. Türkontakt, Bewegungsmelder), während die Überfallmeldeanlage (ÜMA) bewusst von einer Person per Knopf oder Schalter ausgelöst wird.

Erklärung: Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen wie Benzin oder Lack gehören zur Brandklasse B. Merke: B wie Benzin = flüssige Brennstoffe.

Erklärung: Bei heißem Fett verdampft Wasser schlagartig zu Dampf, schleudert das brennende Fett aus dem Behälter und verursacht eine gefährliche Fettexplosion. Darum niemals Wasser bei Fettbränden verwenden, sondern geeignete Löschmittel (z. B. Fettbrandlöscher oder Deckel).

Erklärung: Brände der Brandklasse C betreffen brennende Gase und werden durch Unterbrechen der Reaktionskette und schnelles Abdecken der Flamme bekämpft. ABC-Pulver ist dafür geeignet; Wasser und Fettbrandlöscher sind ungeeignet, CO2 wirkt nur begrenzt und ist vor allem für geschlossene Bereiche.

Erklärung: Eine Brandmeldeanlage soll Brände so früh wie möglich erkennen und automatisch melden, damit schnell reagiert werden kann. Löschen ist nicht ihre Hauptaufgabe.

Erklärung: RC steht für Resistance Class, also Widerstandsklasse, und gibt an, wie gut Fenster und Türen gegen Einbruchversuche gesichert sind. Je höher die RC-Klasse (z. B. RC2, RC3), desto höher der Einbruchschutz.

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Gewerberecht vor.
Erklärung: Für die Erlaubnis im Bewachungsgewerbe ist nicht die IHK zuständig, sondern die örtliche Behörde, also in der Regel die zuständige Kreisverwaltungsbehörde bzw. das Ordnungsamt. Dort wird deine Zuverlässigkeit und Eignung geprüft.

Erklärung: Das Bewacherregister dient dazu, Sicherheitsmitarbeiter zentral zu erfassen und ihre Zuverlässigkeit sowie Qualifikation zu überprüfen und zu überwachen.

Erklärung: Der Sicherheitsmitarbeiter muss bereits vor dem ersten Einsatz im Bewachungsgewerbe gemeldet sein, also spätestens am ersten Arbeitstag vor Dienstantritt. Ohne vorherige Anmeldung im Bewacherregister darf er nicht eingesetzt werden.

Erklärung: Merke: Für Personenschäden im Bewachungsgewerbe verlangt der Gesetzgeber mindestens 1.000.000 Euro Versicherungssumme – also eine Million, nicht weniger.

Erklärung: Jedermannsrecht sind allgemeine Bürgerrechte, die jeder hat, z. B. Notwehr und das Recht zur vorläufigen Festnahme. Sicherheitsmitarbeiter haben hier keine Sonderrechte, sondern nutzen nur diese allgemeinen Rechte.

Erklärung: Das Unterrichtungsverfahren für Sicherheitsmitarbeiter ohne Prüfung ist eine kurze Grundschulung und dauert gesetzlich mindestens 40 Unterrichtsstunden. Merke: Nicht 24 (zu kurz), nicht 80 oder 120 (zu lang), sondern 40 Stunden.

Erklärung: Die Ausweispflicht soll Transparenz schaffen, aber bei verdeckten Tätigkeiten wie als Ladendetektiv würde ein sichtbarer Ausweis die Erkennung erleichtern. Deshalb darf hier ausnahmsweise auf das Tragen des Ausweises verzichtet werden.

Erklärung: Eine Dienstanweisung ist immer schriftlich festgelegt und kommt vom Gewerbetreibenden (Arbeitgeber); sie regelt verbindlich, wie der Dienst abzulaufen hat.

Erklärung: Verliert ein Sicherheitsmitarbeiter seine Zuverlässigkeit, darf er im Bewachungsgewerbe nicht mehr arbeiten. Die Behörde untersagt ihm dann die weitere Tätigkeit als Sicherheitsmitarbeiter.

Erklärung: Das Bewacherregister wird seit dem 10. Oktober 2022 vom Statistischen Bundesamt (Destatis) geführt. Zuvor war das BAFA zuständig. Das Register ist eine bundesweite Datenbank, in der alle Bewachungsunternehmen und deren Wachpersonal erfasst werden.
Erklärung: Im Gewerberecht gilt man in der Regel als unzuverlässig, wenn man zu einer Geldstrafe von mindestens 90 Tagessätzen verurteilt wurde. Merke: Grenze der Unzuverlässigkeit = Geldstrafe ab 90 Tagessätzen.

Erklärung: § 34a GewO regelt, dass man für das Bewachungsgewerbe eine behördliche Erlaubnis braucht. Es geht also nicht um Preise oder Arbeitszeiten, sondern um die Erlaubnispflicht für Sicherheitsunternehmen.

Eine Auswahl echter Prüfungsfragen mit den richtigen Antworten und verständlichen Erklärungen. So bereitest du dich gezielt auf Sachkundeprüfung §34a Umgang mit Waffen vor.
Erklärung: „Führen“ bedeutet nach dem WaffG, dass man eine Waffe zugriffsbereit bei sich trägt und damit die tatsächliche Gewalt darüber ausübt – und zwar außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume oder des befriedeten Besitztums.

Erklärung: Eine Anscheinswaffe ist kein echte Schusswaffe, sieht aber einer echten Feuerwaffe täuschend ähnlich. Entscheidend ist also das gefährliche Aussehen, nicht die tatsächliche Schussfähigkeit.

Erklärung: Ein Waffenschein ist immer zeitlich befristet: Er gilt höchstens drei Jahre und kann danach auf Antrag verlängert werden. Unbefristete Waffenscheine gibt es nicht.

Erklärung: Der „Kleine Waffenschein“ erlaubt nur das Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit PTB-Zeichen, aber keine scharfen Schusswaffen. Er ersetzt keine Waffenbesitzkarte und berechtigt nicht zum Munitionskauf für alle Kaliber.

Erklärung: Zugriffsbereit bedeutet, dass die Waffe so mitgeführt wird, dass sie in sehr kurzer Zeit, also mit wenigen Handgriffen (unter 3 Sekunden), schussbereit gemacht und in Anschlag gebracht werden kann.

Erklärung: Munition darf ohne gemeinsames Sicherheitsbehältnis nicht bei der Waffe liegen, sondern muss getrennt in einem verschlossenen Stahlblechbehälter (z. B. mit Schwenkriegelschloss) oder einem gleichwertig sicheren Verschluss aufbewahrt werden.

Erklärung: Beim Transport darf eine Schusswaffe weder geladen noch schnell greifbar sein. Sie muss nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit in einem verschlossenen Behältnis transportiert werden.

Erklärung: Pfefferspray ist nur dann rechtlich unproblematisch, wenn es ausdrücklich als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Dann darf es bereits ab 14 Jahren ohne Erlaubnis gekauft und mitgeführt werden.

Erklärung: Wer eine Schusswaffe fahrlässig verliert, zeigt, dass er nicht zuverlässig mit Waffen umgeht. Deshalb drohen der Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnis und zusätzlich ein Bußgeld.

Erklärung: Für die sichere Aufbewahrung ist immer derjenige verantwortlich, der die Waffe tatsächlich besitzt und Zugriff darauf hat. Also der Inhaber der tatsächlichen Gewalt, also der Waffenbesitzer selbst.

Erklärung: Schussbereitschaft bedeutet, dass die Waffe geladen ist (Patrone im Patronenlager oder Magazin) und ohne weitere Handgriffe sofort abgefeuert werden kann.

Erklärung: Nothilfe ist wie Notwehr, nur für eine andere Person: Man darf einen anderen gegen einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff verteidigen, notfalls auch mit einer Schusswaffe. Ein Waffenschein oder eine besondere Stellung (z. B. Polizei) ist dafür nicht erforderlich, aber die Verteidigung muss immer erforderlich und angemessen sein.

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